Bei den Salzburger Festspielen war Friederike Kühl vermehrt in der Kollegienkirche zu hören, zuletzt als Soprano Acuto in Luigi Nonos „Io, frammento di Prometeo“. An der Oper Zürich war sie in Beat Furrers Uraufführung Das große Feuer zu erleben und an der Berliner Staatsoper übernahm sie die Rolle der Schwester Jasmin in der Kammeroper Thomas von Georg Friedrich Haas.
Beim Festival Wien Modern war sie im Gläsernen Saal des Musikvereins (Morton Feldman) sowie in der Secession (Manos Tsangaris) zu Gast. Bei den Schlossfestspielen Ettlingen verkörperte sie die Königin der Nacht.
Schon als Kind war Friederike Kühl passionierte Chorsägerin, was ihr eine besondere Liebe zu den großen Oratorien brachte und mit 14 Jahren ihr "Debüt" in der Tonhalle Zürich als Knabe in Mendelsoohns Elias. In diesem Bereich verdankt sie wichtige Impulse Helmuth Rilling und der Bachakademie Stuttgart, wo sie mit 18 Jahren die Johannes-Passion im JSB Ensemble sang. Mittlerweile war sie Solistin bei Chören von Warnemünde bis Graz.
Mit dem Vokalensemble Cantando Admont (Leitung: Cordula Bürgi) ist Friederike Kühl regelmäßig bei renommierten Festivals zu Gast und arbeitet dabei mit Dirigenten wie Beat Furrer, Pablo Heras-Cassado, Sylvain Cambreling, David Robertson und Emilio Pomarico in Sälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Kölner Philharmonie, dem Radialsystem Berlin und dem Centro Cultural de Belém in Lissabon.
Friederike Kühl ist Teil des Bremer Ensembles Phaeton, welches Pantomime und Barocktanz zu musikalischen Bildgeschichten verwebt. Außerdem ist sie Gründungsmitglied des Kollektivs für zeitgenössisches Musiktheater Workers Union sowie des Chanson Ensembles Die Damen und Herren Daffke.
Sie erhielt den Out of the box Preis der Stadt Salzburg für innovative Projekte an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, ist Stipendiatin von Yehudi Menuhin Live Music Now sowie der Oskar und Vera Ritter Stiftung im Rahmen des Deutschlandstipendiums.
Friederike Kühl wurde in Stuttgart geboren und wuchs in Dornach bei Basel auf. Sie studierte in Rostock und erhielt weitere künstlerische Impulse während ihres Erasmus - Aufenthaltes in Salerno (Italien) sowie bei Meisterkursen mit Renate Faltin, Rudolf Piernay, Ian Bostridge, Maria Husmann, Sarah Maria Sun und Gemma Bertagnolli.